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    • Herzlich Willkommen auf der Seite unserer Fortbildung "Partizipation durch digital gestützte Tools initiieren und fördern".

      Der Onlinekurs widmet sich praxisnahen und inspirierenden Möglichkeiten, wie Partizipation in Schule und Unterricht mithilfe digitaler Tools aktiv gestaltet und für Schüler*innen erlebbar gemacht werden kann. Ziel ist es, Lehrkräften konkrete digitale Werkzeuge und Methoden an die Hand zu geben, mit denen Partizipation nachhaltig in den Unterricht integriert werden kann. Zu Beginn erhalten Sie einen Überblick über zentrale Grundlagen und Begrifflichkeiten rund um partizipative Unterrichtskulturen. Im weiteren Verlauf steht die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Sie lernen ausgewählte digitale Tools kennen, die es ermöglichen, Schüler*innen aktiv einzubinden, ihre Meinungen sichtbar zu machen und Lernprozesse dialogisch zu gestalten. Der Kurs verbindet damit theoretische Impulse mit konkreten digitalen Anwendungsbeispielen und unterstützt Sie dabei, die vorgestellten Tools sinnvoll in Ihre eigene Praxis zu übertragen. Abschließend haben Sie die Möglichkeit, zentrale Erkenntnisse zusammenzuführen und Ihre Erfahrungen zu reflektieren.

      Zeitumfang und Ablauf

      Die einzelnen Module sind thematisch voneinander abgegrenzt. Wir empfehlen aber, die vorgesehene Reihenfolge des Onlinekurses einzuhalten. Dadurch kann mit der thematischen Hinführung zunächst ein grundlegendes Begriffsverständnis sowie darauf folgend ein erster Einblick bezüglich der Relevanz entstehen. Die abschließende Reflexion der neu gelernten Inhalte unterstützt Anwendungsideen in der Praxis.
      Für eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Onlinekurs müssen Sie max. 2 Stunden einplanen. Sie können die Bearbeitung des Kurses jederzeit unterbrechen und zu einem beliebigen Zeitpunkt fortsetzen.

      Voraussetzungen zur Teilnahme 

      Der Onlinekurs ist frei zugänglich und Sie können sich zeitlich bzw. örtlich ungebunden mit den Inhalten befassen. Er ist für Lehrpersonen sowie Lehramtsantwärter*innen aller Unterrichtsfächer geeignet. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Interesse an Themen der Lehrer-Schüler-Interaktion sowie an der Verbesserung der Schülerbeteiligung. 

    • Die Theorie beschreibt Partizipation von Schüler*innen als eine auf einem Dialog basierende Zusammenarbeit, in der die Verantwortung im Lernprozess geteilt wird. In Schule und Unterricht kann die Teilnahme der Lernenden z.B. durch Wortbeiträge und Teilhabe an Entscheidungen erfolgen (Kärner et al., 2023). Bei partizipativen Unterrichtsstrukturen geht es darum, Lernräume zu schaffen, in denen Austausch und Mitsprache selbstverständlich sind. Dies kann sich auf unterschiedliche Weise äußern wie in etwa durch Wortbeiträge, das Einbringen eigener Ideen, die Mitgestaltung von Aufgabenformaten oder die Beteiligung an Entscheidungsprozessen im Unterricht.


      Studien zeigen, dass Schüler*innen oftmals nur bei außerunterrichtlichen Aspekten, wie Schulprojekten oder Schulfesten, mitbestimmen dürfen. Partizipative Erfahrungsräume im Fachunterricht finden sich dagegen nur selten (Wetzelhütter et al., 2013). Vor diesem Hintergrund gewinnt die bewusste Gestaltung partizipativer Unterrichtsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Digitale Tools können hierbei eine wichtige unterstützende Rolle spielen, indem sie Beteiligung ermöglichen und dadurch dialogische Prozesse im Unterricht gezielt zu fördern.

    • Kärner, T., Jüttler, M., Fritzsche, Y., & Heid, H. (2023). Partizipation in Lehr-Lern-Arrangements: Lite-raturreview und kritische Würdigung des Partizipationskonzepts. Zeitschrift für Erziehungswissen-schaft, 26(4), 1053–1103. https://doi.org/10.1007/s11618-023-01171-x

      Wetzelhütter, D., Paseka, A., Bacher, J. (2013). Partizipation in der Organisation Schule aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler. In: Weber, S., Göhlich, M., Schröer, A., Fahrenwald, C., Macha, H. (eds) Organisation und Partizipation. Organisation und Pädagogik, vol 13. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-00450-7_13

    • Zur Realisierung und konkreten Anwendung aktiver Mitarbeit und Mitgestaltung im Unterricht eignen sich die beiden folgenden digitalen Tools: Talkwall als interaktive Tafel im Klassenraum sowie der DTQ als Fragebogen zur Einschätzung der dialogischen Unterrichtskommunikation. 
      In den folgenden beiden Modulen erfahren Sie, inwiefern Sie Partizipation mit den vorgestellten Tools in Ihrem Unterricht realisieren können und wie die konkrete Handhabung gestaltet ist. 

      Viel Spaß beim Ausprobieren.

    • Partizipative Unterrichtskulturen durch Schüler*innenbeteiligung

      Das Anwendungsmodul 3 beinhaltet das digitale Lernwerkzeug Talkwall. 
      Mit diesem Tool können Sie umfangreiche sowie individuelle partizipationsförderliche Unterrichtsgestaltungen auf digitaler Basis im Klassenzimmer umsetzen.
      Bitte lesen Sie zunächst den folgenden Begleittext, um einen ersten Einblick zur Nutzung des digitalen Tools zu erhalten.
      Sehen Sie sich im nächsten Schritt das Tutorial zur Nutzung von Talkwall an. Dieses Anleitungsvideo stellt das Tool umfänglich vor und liefert eine schrittweise Anleitung zur Anwendung und Umsetzung für Ihren Unterricht. Probieren Sie das Tool Talkwall im Anschluss dazu gern selbst aus, das Tutorial steht weiterhin parallel zur Verfügung.
      Zuletzt überlegen Sie, zu welchem Thema oder zu welcher Fragestellung Talkwall in Ihrem Unterricht eine erste Anwendung finden kann und konzipieren Sie einen ersten Entwurf zur Nutzung von Talkwall für ein von Ihnen gewähltes Unterrichtsthema.

      Talkwall – Microblogging für mehr Beteiligung im Unterricht

      Talkwall ist ein webbasiertes Microblogging-Tool, das zur Unterstützung dialogischer und partizipativer Unterrichtsformen entwickelt wurde. Lehrpersonen können eine Frage, Aufgabe oder Impulssetzung formulieren, zu der Lernende in kurzen Textbeiträgen reagieren. Diese Beiträge werden in einem gemeinsamen Feed angezeigt und können auf einer digitalen Pinnwand geordnet, gebündelt und als Strukturtafelbild für die weitere Besprechung genutzt werden.

      Durch Talkwall wird ein zusätzlicher schriftlicher Kommunikationsraum im Unterricht eröffnet. Auch zurückhaltende oder sprachlich unsichere Lernende können sich beteiligen, ohne sich mündlich melden zu müssen. Die Vielfalt der Perspektiven wird sichtbar, kann systematisch aufgegriffen und mit dem laufenden Unterrichtsgespräch verknüpft werden. Auf diese Weise wird eine Unterrichtskultur unterstützt, in der unterschiedliche Beiträge einbezogen, verglichen und gemeinsam weitergedacht werden.

      Der Einsatz von Talkwall ist technisch niedrigschwellig. Das Tool wird im Browser über die Seite aufgerufen, eine Installation ist nicht erforderlich. Nach dem Anlegen einer neuen „Wall“ wird eine Frage oder Aufgabe eingetragen und ein Zugangslink angezeigt. Dieser Zugang wird mit der Lerngruppe geteilt, die über Smartphone, Tablet oder Computer beitreten kann. Die eingehenden Beiträge werden in Echtzeit angezeigt, können von der Lehrperson gruppiert, hervorgehoben und gezielt in das Unterrichtsgespräch einbezogen werden. 

    • Tutorial zur Anwendung der Talkwall

      Im folgenden Tutorial-Video wird exemplarisch gezeigt, wie eine Talkwall angelegt und genutzt werden kann. Probieren Sie es anschließend gern selbst aus.

       

       

    • Partizipative Unterrichtskulturen durch Schüler*innenfeedback

      Dieses Modul präsentiert ein Werkzeug, das es Ihnen ermöglicht, Ihre bisherigen Interaktionsmuster im Unterricht genauer in den Blick zu nehmen. Die Reflexion Ihres eigenen unterrichtlichen Interaktions- bzw. Kommunikationsverhaltens, die durch die Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung ermöglicht wird, stellt ein wirksames Element von Fort- und Weiterbildungen in Bezug auf die Unterrichtsentwicklung dar. 

      Dialogische Kommunikation ist ein wichtiger Baustein für eine lernwirksame Unterrichtskommunikation mit Schüler*innen. Dialogisch beschreibt dabei einen regelgeleiteten, kontinuierlichen kommunikativen Austausch zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen sowie Schüler*innen untereinander (Burbules, 1993). "Dialogische" Merkmale der Unterrichtsgesprächsführung lassen sich in Form von spezifischen Methoden und Strategien implementieren und wirken sich positiv auf die Schülerbeteiligung und deren Lernprozesse in Bezug aus Leistung, Motivation und Fachinteresse aus (Alexander, 2020; Mercer et al., 2014; Resnick et al., 2015). 

      Arbeitsauftrag:
      Bitte nutzen Sie die nachfolgenden Fragebögen, um Ihren Unterricht bzgl. dialogischer Gesprächsführung aus verschiedenen Perspektiven in den Blick zu nehmen.
      Fragebogen I soll Sie dabei unterstützen, die dialogische Gesprächsführung in einer Ihrer Unterrichtsstunden genauer in den Blick zu nehmen. Dieser Fragebogen kann dabei nach Bedarf auch als Fremdeinschätzung durch eine/n Kollegen/Kollegin oder eine/n Beobachter*in eingesetzt werden. Diese Perspektive können Sie ebenfalls durch die Perspektive von Schüler*innen ergänzen (Fragebogen II). Der Fragebogen eignet sich dabei für die Sekundarstufe. Die Einschätzungen durch beide Fragebögen können Sie dann als Grundlage für ein gemeinsames Feedback mit der Klasse nutzen. 

      Bearbeitungszeit für Lehrpersonen-Fragebogen (Fragebogen I): ca. 5 min
      Bearbeitungszeit für Schüler-Fragebogen (Fragebogen II): ca. 5 min + gemeinsame Reflexion

      Ziel:
      Das Werkzeug verfolgt das Ziel der Reflexion unterrichtlicher Interaktionsmuster mithilfe der Analyse der Rahmung für dialogische Gesprächsanlässe (Dimension A) und der Initiierung von Schüler*innenbeiträgen (Dimension B). 

    • Die Fragebögen können Sie ebenfalls als Datei herunterladen, um sie offline auszufüllen.

    • Die Fragebögen können Sie ebenfalls als Datei herunterladen, um sie offline auszufüllen.

  • Sie haben es fast geschafft! 

    Nehmen Sie sich noch einen kurzen Augenblick, um die bearbeiteten Inhalte zu reflektieren. Auf der letzten Seite unseres Onlinekurses erwartet Sie ein kurzes Quiz, mit dem Sie Ihre Teilnahme bestätigen. Nach einer erfolgreichen Beantwortung fünf kurzer Fragen erhalten Sie Ihre Teilnahmebestätigung.

    Im folgenden Abschnitt gelangen Sie zum Quiz.

    • Partizipation lebt von Beteiligung und diese braucht Räume, in denen alle Stimmen sichtbar werden. Genau dafür haben wir für Sie eine abwechslungsreiche Sammlung digitaler Tools zusammengestellt, die Sie direkt und unkompliziert im Unterricht einsetzen können.

      Ob spontane Meinungsabfrage, kollaboratives Brainstorming oder interaktive Lernspiele: Diese Anwendungen helfen Ihnen, Lernende aktiv einzubeziehen, Denkprozesse sichtbar zu machen und Entscheidungen gemeinsam zu treffen, ohne großen technischen Aufwand.

  • Wenn Sie im vorherigen Abschnitt die Wissensfragen zu den einzelnen Bausteinen bearbeitet haben, erhalten Sie hier Ihre Teilnahmebestätigung zum Download.