Abschnittsübersicht

    • Die Theorie beschreibt Partizipation von Schüler*innen als eine auf einem Dialog basierende Zusammenarbeit, in der die Verantwortung im Lernprozess geteilt wird. In Schule und Unterricht kann die Teilnahme der Lernenden z.B. durch Wortbeiträge und Teilhabe an Entscheidungen erfolgen (Kärner et al., 2023). Bei partizipativen Unterrichtsstrukturen geht es darum, Lernräume zu schaffen, in denen Austausch und Mitsprache selbstverständlich sind. Dies kann sich auf unterschiedliche Weise äußern wie in etwa durch Wortbeiträge, das Einbringen eigener Ideen, die Mitgestaltung von Aufgabenformaten oder die Beteiligung an Entscheidungsprozessen im Unterricht.


      Studien zeigen, dass Schüler*innen oftmals nur bei außerunterrichtlichen Aspekten, wie Schulprojekten oder Schulfesten, mitbestimmen dürfen. Partizipative Erfahrungsräume im Fachunterricht finden sich dagegen nur selten (Wetzelhütter et al., 2013). Vor diesem Hintergrund gewinnt die bewusste Gestaltung partizipativer Unterrichtsstrukturen zunehmend an Bedeutung. Digitale Tools können hierbei eine wichtige unterstützende Rolle spielen, indem sie Beteiligung ermöglichen und dadurch dialogische Prozesse im Unterricht gezielt zu fördern.

    • Kärner, T., Jüttler, M., Fritzsche, Y., & Heid, H. (2023). Partizipation in Lehr-Lern-Arrangements: Lite-raturreview und kritische Würdigung des Partizipationskonzepts. Zeitschrift für Erziehungswissen-schaft, 26(4), 1053–1103. https://doi.org/10.1007/s11618-023-01171-x

      Wetzelhütter, D., Paseka, A., Bacher, J. (2013). Partizipation in der Organisation Schule aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler. In: Weber, S., Göhlich, M., Schröer, A., Fahrenwald, C., Macha, H. (eds) Organisation und Partizipation. Organisation und Pädagogik, vol 13. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-00450-7_13